Direkter Kontakt zur spanischen Hispanoaraber Züchter Vereinigung

Wir stehen seit einigen Jahren in direktem Kontakt mit der spanischen Hispanoaraber-Züchter-Vereinigung (Unión Española de Ganaderos de Pura Raza Hispano-árabe) in Sevilla, Andalusien. Da nicht mehr die Cría Caballar das Libro Genealógico (spanisches Stutbuch) führt, sondern die einzelnen Zuchtverbände (für die PRE ist es die ANCCE), werden Fohleneintragungen und Körungen nun durch diesen Zuchtverband durchgeführt. Die Antragsformulare sind auf Spanisch, wir helfen gern weiter in Sachen Fohlenmusterung oder Hengstkörung.

Für die Fohlen-Registrierung ist folgender Ablauf vorgesehen:

1. Ihr Tierarzt lädt das entsprechende Formular der UEGHá (www.caballohispanoarabe.com) herunter, setzt seine Ausweisnummer (DNI) ein und unterschreibt, damit stellt er diese Unterschrift dem spanischen Verband zur Digitalisierung zur Verfügung, damit sie später in den Pferdepass gedruckt werden kann.

2. Außerdem schickt er die eigens hierfür aus Spanien zur Verfügunng gestellten Blutröhrchen nach Spanien ins Labor. Es wird derzeit in Spanien geprüft, ob auch unsere deutschen Proben-Röhrchen verwendet werden können.

3. Der so autorisierte Tierarzt setzt auch den Mikrochip, dessen Nummer ebenfalls in Spanien eingereicht wird.

4. Von den Elterntieren werden ebenfalls Blutproben nach Spanien geschickt, falls diese dort nicht schon vorliegen.

5. Auch der Deckschein und die Papiere der Mutterstute werden an die UEGHa geschickt. NUR DIE NACHKOMMEN EINGETRAGENER ELTERNTIERE ERHALTEN HISPANO-PAPIERE!

Falls Vater oder Mutter nicht gekört sind, besteht hierzu in der ersten Jahreshälfte 2011 die Möglichkeit:

Die Körreise für 2011 wird im Frühjahr auf unserem Hof stattfinden. Bisher gibt es zwar nur sehr wenige „echte“ Hispanoaraber in unseren Breiten,  diese Rasse erfreut sich aber wegen ihrer positiven Reit- und Charaktereigenschaften immer wachsender Beliebtheit .

Wir halten Sie über diese HP auf dem Laufenden…

Zur Info:
Eingetragen werden können Fohlen aus PRE- und Vollblutaraber-Eltern, wobei der jeweilige Anteil zwischen 25% und 75% liegen darf. Bei H-á-Eltern darf der Hispano-Anteil natürlich bis zu 100% betragen. Rassemixe werden nicht akzeptiert, auch keine Tres Sangres oder andere Anpaarungen mit Angloarabern oder Warmblütern. Eventuell gibt es die Möglichkeit, nachweislich erfolgreiche rassetypische Stuten, die sich bereits gut vererbt haben,  in den Anhang des Zuchtbuches aufzunehmen. Dabei ist allerdings mit noch längeren Wartezeiten bis zur Ausstellung der Original-Papiere zu rechnen. Die Eltern sollten auf jeden Fall als PRE oder H-a im Libro Genealogico bzw. als VA im Welt-Araberverband eingetragen sein, also volle Papiere haben. Für den VZAP müsste das der Fall sein, Mitglieder des ZSAA lieber noch mal nachfragen (und mir gern mitteilen, damit ich es so weitergeben kann).

Es sind alle Grund-Farben erlaubt – Rappe, Schimmel, Fuchs, Brauner in allen Variationen, nur keine Schecken. Um eine „Valoración“ (Körung), und die Deckerlaubnis (apto como reproductor) zu erhalten, muss das Pferd natürlich das entsprechende korrekte Exterieur und ein umgängliches Wesen haben.

Für Anpaarungen aus Pura Raza Española mit z. B. Warmblütern (wie Hannoveraner, zur Festigung der Versammlungsfähigkeit und des Dressurtalents) besteht in Spanien selbst die Möglichkeit, Papiere als CDE (Caballo de Deporte Español) zu erhalten. In Spanien selbst gilt ein solches Papier (und damit das Pferd) allerdings als nicht so wertvoll wie ein Hispanoaraber. Ob im Ausland ein solches Papier überhaupt erteilt wird, entzieht sich meiner Kenntnis; auf jeden Fall wäre hierfür ein anderer Zuchtverband zuständig, nicht aber die UEGHá. Auch der Andalusierverein oder der AACCPRE könnten hierüber evt. Bescheid wissen. Tatsächlich findet man inzwischen im spanischen Nationalgestüt, dem Militär, der Yeguada Militar, zahlreiche CDE-Hengste, die in der Regel großrahmiger sind als die ursprünglichen rein spanisch gezogenen Pferde, oft auch wegen des Springtalents heutzutage eingekreuzt werden.
Das typische vielseitige reaktionsschnelle Sportpferd der Spanier ist jedoch immer noch der Hispanoaraber, der als nobler gilt als das Dreiblut (Andalusier und Englisch-Vollblut , Anglo, ohne Papiere), das ebenso DAS Gebrauchspferd für alle Zwecke und alle Disziplinen war und ist, vor allem für die zum Teil gefährliche Rinderarbeit auf dem Feld (antesten der Kampfstiere, Arbeit mit der Garrocha!). Die sportliche Arbeit in der Stierkampf-Arena, die höchste Versammlung, feinste Kommunikation und direkte Reaktionen auf feine Reiter-Hilfen erfordert, außerdem viel Mut und Nervenstärke, ist das Spezial-Gebiet dieser edlen Iberer. 

Auf Englisch können Sie im Rassestandard die für Hispano-Araber wichtigsten Punkte bezüglich des Gebäudes nachlesen.

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